Review | Schnitzelbeat – Volume 1

Die Trash Rock Archives wurden 2007 von Al Bird Sputnik mit der Intention ins Leben gerufen, lang vergessene Perlen aus Österreichs Pop und Underground Musikszene wieder aus zu graben und der Öffentlichkeit zugängig zu machen. Seither werden Artikel geschrieben, Radio Shows und Video Streams produziert, Vorträge gehalten und natürlich DJ Gigs veranstaltet.
Jetzt wurde die erste Compilation zum Thema aus der Taufe gehoben. Hinter dem ausführlichen Titel “Schnitzelbeat Volume 1 – I Love You Baby!” (Twisted Rock’n’Roll, Exotica & Proto-Beat Unknowns From Austria 1957-1966)” verbergen sich 20 (16 auf der LP) Kuriositäten früher österreichischer Counter Culture.

Wenn man sich da jetzt eine Zusammenstellung wie Jac Holzmans und Lenny Kayes legendären Nuggets Sampler erwartet, wird man vom musikalischen Standpunkt vermutlich eher enttäuscht werden. Schnitzelbeat ist definitiv mehr exotisches Zeitzeugnis als Easy Listening Rock’n’Roll. Das wird vor allem auf der A-Seite der LP deutlich. Die kuriosen Spoken Word Stücke von Frank Roberts oder The Hubbubs sind nichts für die Hintergrundbeschallung am Sonntag Nachmittag, aber neugierigen Musikliebhabern und Fundstücksammlern wird diese Tracklist mit großer Sicherheit ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Dazu kommt die Platte mit einem mehr als ausführlichen Booklet, mit jeder Menge Fotos und detaillierten Informationen zu Titeln und Künstlern.

Schnitzelbeat (1)Vermutlich ein Vorbote auf das Buch zu den Trash Rock Archives, dass 2014 unter dem Titel ““SCHNITZELBEAT – A comprehensive guide to Austrian Rock-N-Roll, Beat, Folk, Pop and Incredibly Strange Music (1956 — 1976)” erscheinen soll.

Die Tonträger sind jeweils auf 500 Stück limitiert und auf CD bei Konkord, auf LP bei Digatone erschienen.

 

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>